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Durchgängiges Qualitätsmanagement: LinkedData und Meishuo digitalisieren das QMS

Reale Geschäftsprobleme treiben die Systementwicklung an und verankern Qualitätsanforderungen im gesamten Produktlebenszyklus

Kunde: Zhejiang Meishuo Electric Technology Co., Ltd. Lösung: Qualitätsmanagementsystem QMS 4.0 Projektschwerpunkte: durchgängiges Qualitätsmanagement, Qualitätsplanung, Prozessqualitätskontrolle, systemübergreifende Zusammenarbeit, Digitalisierung der Qualität

Projektüberblick

Für Fertigungsunternehmen besteht die Schwierigkeit im Qualitätsmanagement nicht allein darin, Abweichungen zu erkennen. Kundenanforderungen, Produktentwicklung, Prozesskontrolle und Prüfungsdurchführung müssen so verbunden werden, dass Qualitätsanforderungen korrekt weitergegeben, dauerhaft umgesetzt und Probleme geschlossen bearbeitet werden.

Dieser Bedarf wurde deutlich, als Meishuo seine Abläufe optimierte und sein Qualitätsmanagement stärkte. Höhere Anforderungen an das Qualitätssystem, die Rückverfolgbarkeit von Daten und die Zusammenarbeit machten eine Weiterentwicklung der bisherigen Vorgehensweise nötig.

LinkedData und Meishuo entwickeln das QMS auf Grundlage eines durchgängigen Qualitätsmanagements. Das Projekt umfasst Qualitätsplanung, Lieferanten- und Wareneingangsqualität, Qualität im Produktionsprozess, Endprüfung, Qualitätswerkzeuge und die Zusammenarbeit mit weiteren Geschäftssystemen. Es deckt den aktuellen Bedarf bei der Prüfungsdurchführung und verbindet zugleich Anforderungen von der Planung bis zur späteren Umsetzung.

Über Meishuo

Zhejiang Meishuo Electric Technology Co., Ltd. ist ein Hightech-Unternehmen für Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Komponenten für elektrische Steuerung und Sicherheit. Das Unternehmen ging 2023 an die Börse.

Werk von Meishuo Technology

Abbildung 1. Meishuo Technology

Das Sortiment umfasst Universal-, Automobil-, bistabile, Energie- und Kommunikationsrelais sowie Fluid-Magnetventile. Die Produkte werden unter anderem in Haushaltsgeräten, Smart Homes, im Automobilbau, in Photovoltaik-Wechselrichtern, Ladesäulen, intelligenten Zählern und der Industriesteuerung eingesetzt und liefern zuverlässige elektrische Steuerungskomponenten für unterschiedliche Anwendungen.

Kernprodukte von Meishuo

Abbildung 2. Kernprodukte von Meishuo

Meishuo treibt seit vielen Jahren technische Innovation und intelligente Fertigung voran und verfügt über eine solide Grundlage in Entwicklung, Fertigungsverfahren und Qualitätssicherung. Als nationales Hightech-Unternehmen und spezialisiertes, innovatives „Little Giant“-Unternehmen setzt es auf Qualität und Innovation, verbessert sein Qualitätsmanagementsystem kontinuierlich und entwickelt Fertigungskompetenz und Qualitätsmanagement gemeinsam weiter. Das stärkt die langfristige Entwicklung und den Kundennutzen.

I. Projekthintergrund: QMS ausgehend von Qualitätsverbesserungen neu denken

In den letzten zwei Jahren hat Meishuo Prozesse und Qualität fortlaufend verbessert, um sein Qualitätsmanagementsystem zu stärken und sich auf die Aufnahme in die Lieferkette von Huawei vorzubereiten. Für die Gesamtkonzeption zog das Unternehmen Beratungsexperten hinzu und präzisierte dabei seine höheren Anforderungen an das QMS.

Zuvor wurden Prüfdaten im Arbeitsalltag von Meishuo hauptsächlich auf Papier archiviert. Für spätere Auswertungen mussten Mitarbeitende die Daten manuell in mehrdimensionale Feishu-Tabellen übertragen. Zwischen den vor Ort erfassten Daten und ihrer Analyse lag damit ein zusätzlicher Aufbereitungsschritt. Er erhöhte den Aufwand und erschwerte die dauerhafte Sammlung und Nutzung von Qualitätsdaten.

Angesichts immer detaillierterer Anforderungen an das Qualitätssystem brauchte das Unternehmen zudem mehr als Prüfprotokolle: klarere Rückverfolgbarkeit und Erläuterbarkeit der Daten sowie wirksame Unterstützung bei Audits.

Dahinter stand ein gemeinsamer Kernbedarf: Qualitätsmanagement darf sich nicht auf die Digitalisierung einzelner Aufgaben beschränken. Es braucht einen abgestimmten Mechanismus von der Qualitätsplanung über Prozesskontrolle und Prüfungsdurchführung bis zur Problembearbeitung.

Meishuo startete deshalb den Aufbau eines QMS, um auf einer gemeinsamen Plattform Qualitätsabläufe zu standardisieren, Qualitätsdaten zu strukturieren und die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und Systemen zu stärken.

II. Projektherausforderungen: Systemlogik und betriebliche Realität aufeinander abstimmen

Ein QMS-Projekt berührt viele Abläufe und detaillierte Fachanforderungen. Ob es wirksam ist, hängt nicht nur vom Funktionsumfang ab, sondern davon, ob Produkteigenschaften, Prozessstrukturen und die tatsächlichen Qualitätsregeln des Unternehmens verstanden werden.

Bei Meishuo standen LinkedData sowohl besondere Anforderungen der Qualitätsplanung in der Elektroindustrie als auch die Abstimmung der Datenlogik zwischen Entwicklung, Verfahrenstechnik und Qualität gegenüber.

1. Qualitätsanforderungen anhand der Produkteigenschaften durch alle Schritte tragen

Die Qualitätskontrolle elektrischer Produkte muss konkrete Produkteigenschaften und Einsatzbedingungen berücksichtigen. Manche elektrischen Parameter ändern sich mit Leistung oder Spannung; die entsprechenden Anforderungen müssen in Planung und Prüfung passend abgebildet werden.

Das stellt höhere Anforderungen an Kontroll- und Prüfpläne: Wie lassen sich die bestehende Dokumentenstruktur des Unternehmens und unterschiedliche Parameterbedingungen samt Prüfanforderungen zugleich berücksichtigen, ohne dass das System am Arbeitsalltag vorbeigeht?

Das Projektteam musste die Geschäftslogik anhand der Produkte und Managementregeln von Meishuo analysieren und anpassen, statt Standardfunktionen einfach zu übernehmen.

Der gleiche Ansatz galt für besondere Produktmerkmale.

Ein Beispiel ist der „Kontaktabstand“. Dieses Qualitätsmerkmal wird nicht von einem einzelnen Bauteil bestimmt, sondern hängt auch von Rahmenstruktur, Federform und Kontaktabmessungen ab.

Der Kontaktabstand lässt sich zwar in der Entwicklung erkennen und dokumentieren. Für eine wirksame Qualitätskontrolle müssen aber auch seine Entstehungsfaktoren sowie die Beziehungen zu Bauteilen, Prozesskontrollen und Prüfanforderungen verstanden werden.

Wer Qualitätsdokumente getrennt pflegt, ohne ihre Informationen zu verknüpfen, kann früh erkannte Risiken nur schwer späteren Kontrollanforderungen zuordnen.

Deshalb untersuchte das Projekt die Beziehungen zwischen Design-FMEA (DFMEA), Prozess-FMEA (PFMEA), Kontrollplan und Prüfanforderungen. Das Qualitätsmanagement soll nicht nur einzelne Dokumente speichern, sondern auch Herkunft, Weitergabe und Umsetzung von Qualitätsanforderungen nachvollziehen.

CTQ House of Quality

Abbildung 3. House of Quality im vierten Schritt des CTQ-Projekts

Für LinkedData ging es dabei nicht um einige zusätzliche Felder. Entscheidend war, Entstehung, Risiken und Kontrollanforderungen eines Qualitätsmerkmals zu verstehen und diese Fachlogik in Datenbeziehungen und Ablaufregeln umzusetzen.

2. Entwicklungs-, Verfahrens- und Qualitätslogik bei Tausenden Arbeitsgängen vereinheitlichen

Wenn Produkteigenschaften das Branchenverständnis des Systems prüfen, stellt die Verbindung von Arbeitsgangdaten zusätzlich die Gesamtplanung des Projekts auf die Probe.

Während der Umsetzung stellte das Team fest, dass das PLM-System von Meishuo Tausende Arbeitsgänge enthielt. Ihre Struktur im PLM stimmte jedoch nicht mit der Logik in PFMEA und Kontrollplänen überein.

Das war kein reines Datenimportproblem.

Arbeitsgänge verbinden Entwicklung, Verfahrenstechnik und Qualitätsmanagement. Wenn Systeme sie unterschiedlich definieren oder strukturieren, können die Beziehungen zwischen Qualitätsplanung, Kontrollanforderungen und Prüfungsdurchführung leiden. Qualitätsinformationen lassen sich dann nicht entlang einer einheitlichen Fachlogik weitergeben.

LinkedData organisierte drei Prüfrunden mit Entwicklung, Verfahrenstechnik, Qualität, IT und weiteren Beteiligten. Gemeinsam diskutierten sie Arbeitsganglogik und Datenbeziehungen und erarbeiteten schrittweise eine Lösung.

Die Prüfrunden lösten nicht nur die Datenanbindung. Sie halfen den Abteilungen auch, aus ihren jeweiligen Perspektiven ein gemeinsames Verständnis für die Struktur von Arbeitsgangdaten und Qualitätsanforderungen zu entwickeln.

In komplexen QMS-Projekten wird leicht übersehen, dass das System nicht die isolierte Arbeit einer Abteilung, sondern die verbundene Managementlogik mehrerer Bereiche unterstützen muss. Erst wenn Fachobjekte, Datenbeziehungen und Regeln geklärt sind, können Funktionen den tatsächlichen Abläufen dienen.

3. Von der Anforderungsumsetzung zur gemeinsamen Lösungsgestaltung

LinkedData beteiligte sich bei Meishuo nicht nur an der Funktionsentwicklung, sondern auch an der Analyse der Geschäftsabläufe, der Diskussion von Lösungen und der Umsetzung bereits während der Blueprint-Phase.

Das Team setzte konkrete Anforderungen nicht ungeprüft um, sondern bewertete sie anhand des Qualitätssystems und der gesamten Fachlogik. Bei Anforderungen, die dem System widersprachen oder die Gesamtlösung beeinträchtigen konnten, erläuterte LinkedData die Gründe, besprach Alternativen mit dem Kunden und suchte gemeinsam nach einem besseren Weg.

Mit der vertieften Zusammenarbeit lud Meishuo LinkedData bei schwer zu klärenden Fachfragen zunehmend zur gemeinsamen Lösungsgestaltung ein.

Die Zusammenarbeit ging damit über die einfache Übergabe „Anforderung stellen – Funktion entwickeln“ hinaus und umfasste vertiefte Gespräche über Geschäftsziele, Managementregeln und Systemumsetzung.

Bei komplexen Qualitätsprojekten zeigt sich fachlicher Wert nicht nur in der Umsetzung gewünschter Funktionen. Ebenso wichtig sind das Verständnis der Gründe hinter einer Anforderung, die Bewertung möglicher Lösungen und ein umsetzbarer, nachhaltiger Systemplan für den Kunden.

III. Umsetzung: von der Qualitätsausführung zu einer durchgängigen Managementkette

Ausgehend von den Abläufen bei Meishuo baute LinkedData QMS-Funktionen für Qualitätsplanung, Entwicklungsqualität, Lieferanten- und Wareneingangsqualität, Produktionsqualität, Audits, Managementbewertungen und Qualitätsdashboards auf. Hinzu kamen Schnittstellen zu ERP, PLM, WMS, OA und weiteren Systemen.

Funktionsarchitektur des durchgängigen QMS

Abbildung 4. Funktionsarchitektur des durchgängigen Qualitätsmanagementsystems

Drei Bereiche standen im Mittelpunkt.

1. Prüfprozesse zuerst praktisch nutzbar machen

Die Verwaltung von Prüfdaten war für Meishuo zu Projektbeginn ein besonders unmittelbarer Bedarf.

Dafür entstanden Module für IQC (Wareneingangsprüfung), IPQC (Prüfung während der Produktion) und FQC (Endproduktprüfung). Ebenso enthalten sind Qualitätswerkzeuge wie Kontrollpläne, Messsystemanalyse (MSA) und statistische Prozessregelung (SPC).

Durch die Aufnahme dieser Abläufe ins System entstehen digitale Aufzeichnungen während der Durchführung und eine einheitlichere Datenbasis für spätere Abfragen, Auswertungen und Rückverfolgung.

Fortschritt der IQC-Materialprüfung

Abbildung 5. Fortschrittstabelle für IQC-Materialprüfungen

IQC gehörte zu den früh eingeführten und besonders intensiv umgesetzten Modulen. Das Team entwickelte und implementierte Funktionen entlang der tatsächlichen Wareneingangsprüfung, sodass dieser Bereich zu den besonders erfolgreichen QMS-Anwendungen bei Meishuo zählt.

Aus Projektsicht ist es ein wichtiger Schritt der Qualitätsdigitalisierung, zunächst reale tägliche Anforderungen zu erfüllen und das System in konkreten Situationen nutzbar zu machen. Nur wenn während der Ausführung fortlaufend Daten entstehen, haben spätere Analysen, Rückverfolgung und bereichsübergreifende Verknüpfungen eine verlässliche Grundlage.

2. Standardisierte Qualitätsabläufe etablieren

Bei Lieferantenqualität, Produktionsqualität, Versandprüfung, Kundendienstqualität, Qualitätssystem, Messmittelmanagement und Qualitätskosten prüfte das Projekt gemäß Meishuos Anforderungen Abläufe, Zuständigkeiten, Freigaberegeln und Datenerfassung.

Bei Kundenreklamationen und Verbesserungen beispielsweise strukturiert das System Informationen entlang des 8D-Prozesses. Es standardisiert Problembeschreibung, Ursachenanalyse, Korrekturmaßnahmen und Wirksamkeitsprüfung und berücksichtigt den unterschiedlichen Detaillierungsgrad interner Steuerung und externer Berichte.

Ishikawa-Diagramm für den Kunden-8D-Prozess

Abbildung 6. Ishikawa-Diagramm für Kunden-8D-D5

Prüfabläufe müssen unterschiedliche Prüfarten, Auslöser, Entscheidungsregeln und die Behandlung von Abweichungen berücksichtigen. So sinkt die Abhängigkeit von verstreuten Aufzeichnungen und manueller Abstimmung.

Mit präzisierten Fachregeln geht das System über das bloße Bereitstellen von Formularen hinaus und standardisiert und unterstützt Qualitätsprozesse.

3. Qualitätsarbeit mit bestehenden Informationssystemen verbinden

Qualitätsmanagement in der Fertigung läuft nicht unabhängig. Prüfaufträge, Materialinformationen, Produktionsprozesse, Freigaben und Qualitätskosten sind häufig auf verschiedene Systeme verteilt.

Das Projekt analysierte deshalb in Meishuos bestehender IT-Landschaft die Schnittstellen und Abläufe zwischen ERP, PLM, WMS, OA und weiteren Systemen.

Bei bestimmten Qualitätsabweichungen muss das QMS mit OA-Freigaben zusammenarbeiten und Ergebnisse nach Fachregeln zurückschreiben. Nach Abschluss eines Qualitätsproblems sind gegebenenfalls auch Fehleranalysen, Kontrollpläne und Arbeitsanweisungen zu aktualisieren.

Diese Abstimmung sorgt dafür, dass Qualitätsinformationen zwischen den betreffenden Abläufen weiterfließen, Informationslücken zwischen Systemen kleiner werden und spätere Rückverfolgung und Analyse möglich sind.

IV. Vollständiger Go-live und dauerhafte Nutzung: von der Systemeinführung zur Kundenanerkennung

Bei einem QMS für viele Fachbereiche ist der Erfolg nicht allein an fertig entwickelten Funktionen zu messen. Das System muss reale Abläufe tragen, fortlaufend Daten erzeugen und die Akzeptanz der Anwenderbereiche gewinnen.

LinkedData führte bei Meishuo mehrere Module entsprechend den tatsächlichen Qualitätsanforderungen ein. Inzwischen sind alle Projektmodule live.

Mit zunehmender Nutzung sammeln die abgedeckten Bereiche fortlaufend Betriebsdaten. Das QMS bildet inzwischen eine wichtige digitale Grundlage für das Qualitätsmanagement von Meishuo. Laut Kunde liegen für die Kernprozesse etwa sechs Monate Betriebsdaten vor; die Ergebnisse zeigen sich zunehmend im Arbeitsalltag.

Besonders hervorzuheben ist die IQC-Wareneingangsprüfung. Durch die laufende Nutzung liegen echte Betriebsdaten vor, und das Modul erhielt bei der Kundenabnahme und bei Audits gute Rückmeldungen. Nach Angaben des Kunden traten bei diesen Audits praktisch keine Abweichungen im Zusammenhang mit dem IQC-Modul auf.

Die Anerkennung beschränkt sich nicht auf ein Modul. Beteiligte Abteilungen von Meishuo bewerteten das Gesamtprojekt sehr positiv und luden mehrfach Mitarbeitende anderer Unternehmen zu Besuchen und Austausch ein.

Vom vollständigen Go-live über die dauerhafte Nutzung in mehreren Bereichen bis zu Kundenzuspruch und externem Austausch zeigt das Meishuo-QMS-Projekt nach und nach den Wert seines Gesamtkonzepts.

V. Projektnutzen: weniger manuelle Aufbereitung und eine Basis für kontinuierliche Qualitätsverbesserung

Der Nutzen des Meishuo-QMS-Projekts zeigt sich in konkreten Verbesserungen des heutigen Betriebs und in einer Grundlage für die weitere Digitalisierung des Qualitätsmanagements.

1. Prüfdaten aus verstreuten Aufzeichnungen in einem System bündeln

Vor dem Projekt wurden Prüfdaten überwiegend auf Papier archiviert; für Auswertungen mussten sie manuell in mehrdimensionale Feishu-Tabellen übertragen werden. Erfassung und statistische Aufbereitung waren getrennte Schritte und erhöhten den täglichen Aufwand.

Durch digitale Prüfabläufe werden die entsprechenden Daten direkt im System erfasst. So entsteht eine einheitlichere Basis für Abfragen, Rückverfolgung und spätere Auswertungen.

Nach Angaben des Kunden benötigt ein einzelner Vorgang bei der Prüfungsdurchführung etwa sechs Minuten weniger; das entspricht einer Effizienzsteigerung von rund 20 %.

2. Eine gemeinsame Systembasis für verschiedene Qualitätsbereiche schaffen

Die Module werden auf einer einheitlichen QMS-Plattform aufgebaut und genutzt. Das schafft eine Grundlage für zentrale Qualitätsinformationen, standardisierte Abläufe und bereichsübergreifende Rückverfolgung.

Dieser Gesamtansatz verhindert, dass sich Qualitätsdigitalisierung auf die Verbesserung eines einzelnen Moduls beschränkt, und ermöglicht weitere Verbindungen zwischen Qualitätsbereichen.

3. Voraussetzungen für durchgängige Rückverfolgbarkeit und spätere Analysen schaffen

Das Meishuo-Projekt plante die Beziehungen zwischen DFMEA, PFMEA, Kontrollplan, Prüfplan und Prüfungsdurchführung. Die Kette Kontrollplan – Prüfplan – Prüfungsdurchführung bildet dabei einen wichtigen Fachablauf.

Geschäftsarchitektur des durchgängigen QMS

Abbildung 7. Geschäftsarchitektur des durchgängigen Qualitätsmanagementsystems

Die geklärten Beziehungen zwischen Qualitätsanforderungen, Fachobjekten und Ausführungsdaten schaffen eine Grundlage für spätere Rückverfolgung, Problemanalysen und kontinuierliche Verbesserung.

VI. Warum LinkedData: Qualitätslogik in eine umsetzbare Systemlösung übertragen

Das Meishuo-Projekt zeigt eine Stärke von LinkedData in der Qualitätsdigitalisierung: QMS wird nicht als bloße Sammlung von Softwarefunktionen verstanden. Ausgangspunkt sind die realen Qualitätsabläufe des Unternehmens; Fachregeln, Datenbeziehungen und Umsetzung werden gemeinsam betrachtet.

Erstens: Branchenmerkmale und Fachdetails verstehen. Bei elektrischen Parametern, Kontaktabständen und anderen Qualitätsmerkmalen muss die Analyse Produkteigenschaften und Kontrollanforderungen berücksichtigen, damit das System zur Praxis passt.

Zweitens: komplexe Fragen über Abteilungen und Systeme hinweg lösen. Angesichts Tausender Arbeitsgänge und unterschiedlicher Logik in Qualitätsdokumenten organisierte LinkedData drei Prüfrunden mit Entwicklung, Verfahrenstechnik, Qualität und IT. Das klärte Fachlogik und legte die Basis für Systemverknüpfungen und Datenweitergabe.

Drittens: Verständnis des Qualitätssystems mit digitaler Umsetzung verbinden. In Blueprint- und Implementierungsphase betrachtete LinkedData neben den gewünschten Funktionen auch das Qualitätsmanagementsystem und die gesamte Fachlogik. So entstand gemeinsam mit dem Kunden ein sinnvollerer und umsetzbarer Weg.

Viertens: Gesamtkonzept und tatsächliche Nutzung im Blick behalten. Das Projekt umfasst viele Qualitätsbereiche; alle Module sind live, und Kernmodule wie IQC werden dauerhaft genutzt und positiv bewertet. Das zeigt, wie LinkedData Gesamtpläne in konkrete Anwendungsszenarien überführt.

Fertigungsunternehmen, die ein QMS planen, sollten Partner nicht nur nach der Anzahl der Funktionen beurteilen. Wichtig ist auch, ob ein Anbieter Qualitätsszenarien wirklich versteht, komplexe abteilungs- und systemübergreifende Fragen lösen und Fachpläne in dauerhaft nutzbare Systemfähigkeiten umsetzen kann.

Das Meishuo-Projekt ist eine konkrete Umsetzung dieses Ansatzes.

Fazit: langfristige Zusammenarbeit vertiefen und intelligentes Qualitätsmanagement voranbringen

Von Prozessoptimierung und Qualitätsverbesserung über die Aufbereitung und Rückverfolgung von Prüfdaten bis zum Systemaufbau für Planung, Prozesskontrolle und Durchführung: Meishuos QMS-Projekt zeigt, wie sich die Qualitätsdigitalisierung in der Fertigung von konkreten Anforderungen zu einem Gesamtsystem entwickeln kann.

Während das QMS in weiteren Bereichen genutzt wird, werden LinkedData und Meishuo auf den bisherigen Ergebnissen aufbauen und Qualitätsabläufe und Daten stärker verbinden. Sie wollen KI für die Nutzung von Qualitätswissen, das Erkennen von Abweichungen, Ursachenanalysen und Verbesserungsentscheidungen erproben. So soll sich das Management von digitalen, rückverfolgbaren Prozessen hin zu intelligenteren Analysen, Bewertungen und Entscheidungen entwickeln.

Mit langfristiger Zusammenarbeit vertiefen LinkedData und Meishuo ihre Qualitätspraxis und erschließen mit KI den Wert von Qualitätsdaten. Gemeinsam wollen sie intelligentes Qualitätsmanagement voranbringen, damit Technologie zu besserer Qualität und Unternehmensentwicklung beiträgt.

Industrielle Autonomie beginnt mit Qualität

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